60 Jahre NETZSCH-Gerätebau GmbH: Die NETZSCH-Thermowaage

Die Thermogravimetrie war immer universal einsetzbar und machte deshalb auch vor keinem Material halt. NETZSCH kam von der Hochtemperatur-Applikation, wie Keramik, Glas, Metalle, wollte dann aber auch die Pharmazie, Medizintechnik, Biotechnologie, Lebensmittelindustrie und „last but not least“, die alles entscheidende Kunststoff-Branche abdecken. Damit war die Niedertemperaturwaage geboren.

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Im April dreht sich weiterhin alles um die Thermogravimetrie, kurz TG bzw. TGA:

Die Thermowaage – Universell für viele Materialen einsetzbar

Die Thermogravimetrie war immer universal einsetzbar und machte deshalb auch vor keinem Material halt. NETZSCH kam von der Hochtemperatur-Applikation, wie Keramik, Glas, Metalle, musste aber Ende der 80er Jahre feststellen, dass neben der organischen Chemie, auch die Pharmazie, Medizintechnik, Biotechnologie, Lebensmittelindustrie und „last but not least“, die alles entscheidende Kunststoff-Branche rasante Zuwächse in der Wirtschaft zu verzeichnen hatten. Um all diesen Anwendungen Rechnung zu tragen, musste schnell eine kleinere, schnellere und, wie wir „NETZSCHler“ sagen, Nieder-Temperatur-Thermowaage her.

Kurzausflug in die NETZSCH-Gerätenomenklatur

NETZSCH hatte sich Ende der 80er Jahre darauf um- und eingestellt, dass man sich, angesichts invasiver Kunststofftechnologie, aber auch Medizin- und Pharmatechnik, sowie Anwendungsmöglichkeiten in der Lebensmittel- und Futterindustrie, kurz gesagt, in der „Welt der Organik“, in die niederen Gefilde der Temperaturbereiche begeben muss, um weiter in der „leading position“ der Thermischen Analyse zu bleiben und auch zu wachsen.

Bereits 1987 stellte man deshalb das erste „Nicht-400er TA-Gerät“, nämlich die DSC 200 als Kunststoff-Prüfgerät vor. So war die, fortan in NETZSCH-Kreisen sogenannte „Tieftemperatur-Geräte-Serie“ geboren. …Und diese angebliche „Tieftemperatur-200er-Serie“ sollte sich, wie sich bald herausstellte, bis sage und schreibe 1000 °C erstrecken! 🙂

Abbildung: Anzeige aus den 80ern: Die NETZSCH Tieftemperatur-200er Serie bestehend aus TG 209, DSC 200 und DMA 242

So wurde 1989 die erste NETZSCH TG 209/2/C geboren, wobei sich in der Nomenklatur natürlich auch die „Endziffer“ 9 wiederfindet, die schon immer (und das bis heute) den Thermowaagen vorbehalten war. Die „2“ stand für den T-Bereich, der bis 1200 °C definiert wurde, und nur mit der „1“, das waren die kühlbaren Ofensysteme, noch unterboten wurde. Die Ziffern 3, 6, 7 und sogar für ein Gerät die 8 waren den Temperaturen von 1500 °C bis letztendlich 3000 °C zugeordnet.

Foto: Eine der ersten TG 209 mit dem Klappdeckel und TASC 414/2

Nun zurück zur neuen Waage, und einer einzigartigen Erfolgsgeschichte der TG 209, die die Welt und auch die Herzen der Kunden eroberte wie keine zweite Thermowaage. Die entscheidenden und vorteilhaften Eigenschaften dieser kleinen und schnellen Thermowaage haben sich über die ganze 30 Jahre bis zum heutigen Tage erfolgreich durchgesetzt und bewährt.

Bild: Anzeige TG 209 aus dem Jahre 1992

Heute: Vakuumdichte Thermo-Mikrowaage für höchste Ansprüche

Nach den Modellen IRIS®, TARSUS® und NEVIO® ist es heute vor allem die TG 209 F1 LIBRA®, die sich mit ihrem schnellen Keramik-Ofen bis 1100 °C ungebrochener Beliebtheit erfreut. Denn basierend auf über 60 Jahren Erfahrung in der Thermogravimetrie hat NETZSCH die Thermowaage TG 209 F1 Libra® entwickelt. Mit diesem Gerät können Analysen noch schneller, genauer und in einem erweiterten Temperaturbereich vorgenommen werden.

Foto: TG 209 F1 Libra mit ASC

Vorteile auf einen Blick:

  • Oberschaliges Wägesystem (Kamineffekt, Waagenschutz)
  • Schutzgas-gespülte, thermostatisierte und hochauflösende Mikrowaage (0,1 µg)
  • Schneller, wassergekühlter Keramik-Ofen im Al2O3-Schutzrohr
  • Vakuumdicht (mit AutoVac) und 3-fach MFC für Gasspülung und –wechsel
  • Perfekt koppelbar für alle denkbaren und möglichen Gasanalysatoren: Lösungen für QMS-, GC-MS- und FTIR- Kopplungen direkt von NETZSCH aus einer Hand mit gemeinsamer Steuerungs- und Software-Lösungen
Abbildung: Steckbarer TG-Träger aus Al2O3 mit „Mercedes-Stern“- Auflage und Strahlungsschutz
Foto: Automatischer Probenwechsler (ASC) für 192 Proben (verteilt auf 2 Trays) + 12 Kalibrierproben- Positionen

Übrigens: Auch die Kinder unserer chinesischen Kollegen haben sich mit der TG 209 F1 Libra® beschäftigt und ihr in diesem Jahr den Kalendermonat Oktober gewidmet:

Den kompletten Kalender 2022 können Sie hier herunterladen.

Weitere Informationen rund um die Thermogravimetrie finden Sie auf unserer Website.

Erfahren Sie in der kommenden Woche, wie der Lehrstuhl Polymere Werkstoffe der Universität Bayreuth die TG 209 F1 Libra® der Firma NETZSCH in Verbindung mit der Software NETZSCH Thermokinetics Neo zur Vorhersage des Alterungsverhaltens von Kunststoffen nutzt. 

Nehmen Sie am Gewinnspiel teil!

Wer hat die älteste, noch im Einsatz befindliche TG? Senden Sie uns Ihren Beitrag inklusive einer kleinen Geschichte, Foto und Geräteseriennummer an NGB_Marketing@netzsch.com.
Gewinnen Sie einen Gutschein** im Wert von 1.500 €, einlösbar für den Erwerb eines Ersatz- oder Zubehörteils, bei Buchung einer Kundenschulung (vor Ort, Online, NOA) oder Testmessung, bei Beauftragung einer Reparatur oder beim Kauf eines unserer Analysegeräte. Einsendeschluss ist der 9. Mai.

**Der Gutschein ist firmengebunden kann nur gegen eine Ware oder eine Dienstleistung eingelöst werden. Eine Barauszahlung oder Weitergabe an Dritte ist nicht möglich. In Deutschland ist der Gutschein aus steuerrechtlichen Gründen als „brutto“ anzusehen.

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