60 Jahre NETZSCH-Gerätebau: Ursprung der Rheometrie und ihr Wandel im Laufe der Zeit

60 Jahre NETZSCH Analysieren & Prüfen – im Juni dreht sich alles um Rheologie! Erfahren Sie heute mehr über den Ursprung der Rheometrie und wie in den 80iger Jahren alles seinen Anfang nahm.

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Wir feiern weiterhin 60 Jahre NETZSCH Analysieren & Prüfen. Im Juni dreht sich alles um Rheologie!

Vor zwei Jahren übernahm NETZSCH die Rheometer-Produktlinie von Malvern Panalytical. Genauer gesagt gab NETZSCH im Februar 2020 bekannt, dass die Rotationsrheometer der Kinexus-Reihe und die Kapillarrheometer der Rosand-Serie das Produktportfolio des Geschäftsbereichs Analysieren & Prüfen ergänzen.

Erfahren Sie heute mehr über den Ursprung der Rheometrie und wie in den 80-iger Jahren alles seinen Anfang nahm.

Wie alles begann: Die Geburt der Bohlin-Rheometer und Meilensteine in der Entwicklung

Foto: Leif Bohlin mit seiner Frau Gertrud Elisabeth

Leif Bohlin, Professor für Physik an der Universität Lund in Schweden, baute einfache Geräte, um in erster Linie eigene Untersuchungen an Lebensmitteln und Teigen durchführen zu können. Als er damit begann, auch für seine Freunde in der Forschung Rheometer zu produzieren, nahm Leifs Frau, Gertrud Elisabeth, dies zum Anlass, ein neues Unternehmen mit dem Namen Bohlin Reologi zu gründen. Das Unternehmen war im Gründerzentrum der Universität angesiedelt.  

1987 konnte Bohlin als erstes die Temperatur von Rheometern auf 0,1 °C genau messen!

1985 wurde eine Vertriebsvereinbarung mit dem New Yorker Unternehmen Pen Chem abgeschlossen. Pen Chem stellte Sean Race, vormals Rheometrics, als Manager für das VOR-Rheometer (Viskosimetrie, Oszillation und Relaxation) ein.

Das CS-Rheometer war das erste Spannungsrheometer mit automatischer Spannungs- und Dehnungssteuerung.

Zeitleiste: Entwicklung der Rheometer

1996: Das erste Rheometer, dass die Temperatur auf 0,01 °C genau bestimmen konnte

Foto: CS-Rheometer von Bohlin mit Anwender

Rotationsrheometer und die Anfänge der Dynamischen Scherrheometer (DSR)

Das erste Rheometer mit Spannungsregelung wurde bei seiner Markteinführung 1989/90 einfach CS-Rheometer genannt. 1992 folge der Launch des DSR, des Dynamischen Scherrheometers, das auf einen Markt (Asphalt und Bindemittel) zugeschnitten war, der keine allzu hohe End-Empfindlichkeit erforderte.

Foto: DSR-2 (links) CVO (Mitte), Gemini (rechts)

1991: Das erste asphaltspezifische Dynamische Scherrheomter (DSR) mit spezieller Software für dessen Charakterisierung

1993 wurde ein preisgünstiges DSR entwickelt, das DSR-M, bei dem das Luftlager durch ein Kugellager ersetzt wurde. Dieses System erfreute sich großer Beliebtheit bei Unternehmen, die ihre Testkapazitäten erweitern wollten. 

1992 bis 1994 wurde das CVO (Kriechen, Viskosimetrie, Oszillation) als 10 mNm-Gerät entwickelt. 1996 wurde das CVO-50 eingeführt und kurz darauf wurde dessen Motor in das erste DSR-50-Gerät eingebaut, um damit die Zusammenarbeit im Rahmen des Forschungsprojekts NCHRP 9-10 zu unterstützen.  Es folgte das Gemini mit integriertem Peltier-Elektroniksystem der CVO-Serie, spezifiziert mit einem oberen Limit des Drehmomentbereichs von 200 mNm.

2000 übernahm Bohlin Rosand Precision Instruments (einschließlich Kapillarrheometer), und brachte das DSR-2 heraus, bevor die Firma 2003 an Malvern Instruments veräußert wurde. Nach der Übernahme wurden die Bohlin-Geräte durch die Kinexus-Serie ersetzt. Komplett überarbeitet wartete die Kinexus-Serie mit von Kunden sehr geschätzten Funktionen auf, während sie gleichzeitig mit Modularität, Flexibilität, Anwenderfreundlichkeit und einer neuen intelligenten Software-Plattform bestach. Sie blieb bei Malvern bis zur Übernahme der Rheologie-Produktlinie durch NETZSCH im Jahr 2020.

Foto: Das Rosand (links) und das Kinexus (rechts) Rheometer. 2008 war das Kinexus das erste Rheometer mit wirklich austauschbaren Probenkammern (Öfen) und Geometrien, die keiner mechanischen Anpassung bedurften

Lesen Sie mehr zu aktuellen Entwicklungen in der kommenden Woche! 🙂

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**Der Gutschein ist firmengebunden kann nur gegen eine Ware oder eine Dienstleistung eingelöst werden. Eine Barauszahlung oder Weitergabe an Dritte ist nicht möglich. In Deutschland ist der Gutschein aus steuerrechtlichen Gründen als „brutto“ anzusehen.

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